Ein gesunder Lebensstil bedeutet vor allem, sich bewusst zu ernähren und ausreichend zu bewegen. Obwohl wir in einer Gesellschaft leben, in der immer mehr Leute Wert auf einen gesunden Lebensstil legen, gibt es auch immer mehr Leute, die Probleme mit Übergewicht haben. Ist es Aufgabe des Staates, unsere Essgewohnheiten zu regulieren und somit den Bevölkerungsanteil, der an Übergewicht leidet, zu verringern?

Wer Zucker will, zahlt extra

Übergewicht kommt vor allem durch regelmäßige Ernährung mit Fast Food und Getränken mit hohem Zuckeranteil. Die Briten haben nun durchgesetzt, was in Amerika und vielen anderen Ländern bereits diskutiert wurde: Die Zuckersteuer.

Die Briten haben ein besonders großes Problem mit dem Übergewicht, denn bereits fast ein Drittel der Kinder zwischen zwei und 15 Jahren leidet unter diesem Phänomen. Der Anteil der Erwachsenen liegt sogar bei über 50 Prozent. Daher hat sich die britische Regierung dazu entschieden, zu reagieren und hat eine extra Steuer auf Zucker erhoben. Fünf Gramm Zucker in 0,1 Liter Softgetränk kosten 18 Pence und auf Getränke mit mehr als acht Gramm erheben sie sogar eine Steuer von 24 Pence. Doch was bewirkt diese Steuer nun wirklich?

Das bewirkt die Zuckersteuer

Seit die Zuckersteuer erhoben wurde, gibt es bereits Hersteller, die ihre Rezepte verändert und den Zuckeranteil reduziert haben. Somit erreichen sie die acht Gramm an Zucker nicht, müssen keine extra Steuer bezahlen und die Limonade ist nicht mehr ganz so ungesund. Ein erster Schritt zur Besserung also. Manch einer fragt sich jetzt vielleicht, wo denn die zusätzlichen Steuern eigentlich hingehen. Die britische Regierung hat sich viele Gedanken gemacht und geplant, die zusätzlichen Einnahmen in den Schulsport und gesunde Ernährung an Schulen zu investieren. Die anfänglich erwarteten 600 Millionen Euro sind allerdings nicht eingetroffen und die Regierung muss sich mit etwa der Hälfte zufriedengeben. Schlecht für die Steuern, besser für die Leute, die nun weniger in zuckerhaltige Produkte investieren.