Chia-Samen finden wir mittlerweile in jedem Supermarkt, manchmal in Müslis oder auch in Smoothies und anderen Getränken. Doch woher kommt der Chia-Samen denn überhaupt und was hat es mit diesem ‘Wundersamen’ auf sich?

Herkunft der Chia-Samen

Ihren Ursprung haben die Chia-Samen, welche zu den Salbeipflanzen gehören, in Mexiko. Vor tausenden von Jahren waren die Samen ein elementarer Bestandteil der täglichen Ernährung der Mayas und Azteken. Die Europäer kamen erst im 15. Jahrhundert in den Genuss der Chia-Samen, als die Spanier es von Amerika importierten. Zwischenzeitlich geriet es jedoch wieder in Vergessenheit.

Erst seit 2013 ist die Einfuhr von ganzen Chia-Samen erlaubt, während zuvor sogar der Anteil in Brot oder anderen Lebensmittel auf max. 5 Prozent Chia-Anteil reguliert war. Tatsächlich kann ein zu hoher Konsum von Chia-Samen schädlich sein, daher sollte der Konsum auf 15 Gramm pro Tag limitiert sein. Bei zu hohen Mengen können die Samen blutverdünnend wirken oder Blähungen auslösen.

Chia-Samen als Nahrungsmittel

Chia-Samen werden oft in Müslis, Smoothies oder Puddings gemischt. Alternativ kann es auch in Teigwaren oder Salat gemischt werden. Die Anwendung ist wirklich sehr vielfältig und Chia-Fans werden immer kreativer. Doch was ist denn jetzt eigentlich so besonders an den ziemlich neutral schmeckenden Samen?

Chia-Samen sind besonders reich an Kalzium, Eisen und Antioxidantien. Daher eignen sie sich auch besonders für Vegetarier oder Veganer, welche Milch und Fleisch zu ersetzen haben. Chia-Samen gelten des Weiteren als verdauungsfördernd und sättigen durch das Aufquellen besonders gut. Die Wundersamen sind auch ein hervorragender Lieferant für hochwertige Proteine und Fettsäuren und übertreffen dabei viele andere Getreidesorten. Durch den hohen Gehalt an der mehrfach ungesättigten Fettsäure alpha-Linolensäure liefert das Superfood sogar eine Fettsäure, welche sonst nur durch Meeresfrüchte eingenommen werden kann.

Chia-Samen können daher also durchaus als Superfood bezeichnet werden, lassen sich in den verschiedensten Varianten einsetzen und können durchaus das ein oder andere Gericht verfeinern.