Jeder, der schon einmal eine herkömmliche Diät gemacht hat, weiß genau, was es mit nervigem Kalorienzählen auf sich hat. Doch damit ist jetzt Schluss. Es gibt einen neuen Trend auf dem Gesundheitsmarkt: Intervallfasten. Hier werden nicht die Kalorien, sondern tatsächlich die Stunden gezählt, in denen gegessen wird. Was sich erst einmal vielleicht ein wenig absurd anhört, zeigt in der Anwendung tatsächlich Erfolge.

Und so funktioniert das Intervallfasten

Morgens einfach mal so richtig kräftig zuschlagen und erst dann aufhören, wenn der Magen bis obenhin vollgeschlagen ist. So kann zum Beispiel acht Stunden ganz normal gegessen werden, dafür werden in der restlichen Zeit nur kalorienfreie Getränke zu sich genommen. Methoden gibt es dafür unterschiedliche, so zum Beispiel die eben genannte 8:16 oder auch die 5:2. Als extremere Methode kann auch einen Tag total auf Essen verzichtet werden und den nächsten Tag wird wieder ganz normal gegessen.

Wer anfängt, sich im Internet über diese Methode des Fastens schlau zu machen, wird schnell auf endlos viele Blogs und Internetseiten stoßen, die über die Erfolge des Intervallfastens berichten, darunter auch prominente Gesichter. Experten führen den Erfolg dieser Art des Fastens auf die ursprünglichen Essgewohnheiten unserer Vorfahren zurück. In Zeiten der Jäger und Sammler standen uns auch eher selten, aber dafür größere Portionen zu Verfügung. Von drei Mahlzeiten am Tag konnte damals nur geträumt werden.

Forschungsergebnisse

Studien an Mäusen zeigen, dass durch das Intervallessen bei der Bewegung nicht mehr nur Kalorien, sondern vor allem auch Fettpölsterchen verbrannt werden. Zusätzlich sammeln sich weniger Giftstoffe in der Leber. Dieselbe Studie belegt, dass das Risiko auf Diabetes 2 bei den Mäusen gesunken ist. Weitere Studien an Tieren zeigen sogar, dass diese Fastenmethode Demenz, Krebs und Herzinfarkten vorbeugen kann. Studien an Menschen gibt es dazu allerdings bisher nicht.

Mediziner raten jedem, sich langsam an das Intervallfasten heranzutasten und den optimalen Rhythmus für sich selbst herauszufinden oder eben auch zu merken, dass der eigene Körper für diese Art des Fastens vielleicht nicht geeignet ist.