Masern ist eine höchst ansteckende Infektionskrankheit, die auf dem ganzen Globus verteilt ist. Dass sie als Kinderkrankheit gilt, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht bei Erwachsenen auftreten kann. Die Krankheit zeigt sich vor allem durch einen dunkelroten und großfleckigen Ausschlag auf der ganzen Haut und hohes Fieber. Während die Krankheit dank Impfungen seit den 90er Jahren über einen langen Zeitraum gesunken ist, steigt sie die letzten Jahre wieder. Nun schlägt die WHO (World Health Organisation) wegen eines erneuten immensen Anstiegs Alarm.

Zehntausende Erkrankte in Europa

Im europäischen Raum haben sich dieses Jahr in den ersten sechs Monaten 41.000 Kinder und Erwachsene mit der gefährlichen Infektionskrankheit angesteckt. Betrachtet man die Erkrankungszahlen des kompletten Vorjahres mit nur knapp 24.000 Infizierten und das Jahr 2016 mit nur 5.273, wird klar, dass die WHO nicht umsonst Alarm schlägt. Dieses Jahr gibt es sogar bereits 37 Todesfälle zu verzeichnen.

Doch wo gibt es die meisten Infektionen und warum? Dieses Jahr ist vor allem die Ukraine ein wirklicher Problemfall, denn ungefähr 50 Prozent aller Infizierten kommen von dort. Die Ursache ist ganz einfach: Durch die dort aufgetretenen Unruhen im Land haben sehr viel weniger bis zum Teil gar keine Impfungen mehr stattgefunden. Zusätzlich ist auch die Überwachung der Krankheitszahlen unterbrochen worden und somit war ein rechtzeitiges Einschreiten so gut wie unmöglich. Dieses Phänomen ist in vielen Krisen- oder auch Entwicklungsländern zu sehen. In vielen Entwicklungsländern zählen Masern zu einer der Hauptursachen für den Tod kleiner Kinder.

Der aktuelle Stand in Deutschland

Die Zahlen für den europäischen Raum sind erschreckend, doch wie sieht es in Deutschland aus? Auch wenn viele unserer Nachbarländer steigende Zahlen an Maserninfektionen haben, hat Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sinkende Zahlen an Infektionen. Während wir im ersten Halbjahr 2018 knapp 400 Infizierte hatten, gab es im Vorjahr in demselben Zeitraum knappe 800 Infizierte.

Nichtsdestotrotz sollte diese hochansteckende Krankheit nicht in Vergessenheit geraten und jeder sollte sich rechtzeitig um eine Impfung kümmern.