‘Sport macht glücklich und ist gut für die Psyche’ – diesen Satz hat wohl jeder schon einmal gehört. Denn abgesehen von der körperlichen Fitness wirkt sich regelmäßiger Sport auch auf die seelische Verfassung aus. Doch heißt mehr Sport daher auch gleich ein noch besseres Wohlbefinden? Wie viel Sport wirkt sich denn tatsächlich gut auf die Psyche aus? Eine neue Studie aus den USA zeigt, dass mehr Sport nicht unbedingt gleich besser ist.

Sport für die Psyche und was es wirklich bringt

Eine Studie in den USA hat Daten von rund 1,2 Millionen Bürgern analysiert. Dabei galten jegliche Bewegungsmuster als Sport, so auch Rasenmähen, Kinder betreuen, Angeln und anderer Hobbies. Daneben natürlich auch traditionelle Sportarten wie Fitness, Joggen, Wintersport, Radfahren und so weiter. Während auch Tätigkeiten mit geringerer Bewegung, wie Hausarbeiten, bereits das Wohlbefinden steigern, stehen folgende Sportarten ganz oben, mit einem besonders positiven Effekt auf die Psyche:

  • Mannschaftssport
  • Aerobic
  • Fitness
  • Radfahren

Stubenhocker, die komplett auf Sport verzichten, sind laut der Studie sehr viel öfter schlecht gelaunt. Die Studie verglich auch das Einkommen der Teilnehmer in Bezug auf ihre Trainingsgewohnheiten und deren Wohlbefinden. Die Ergebnisse zeigen, dass Sport sogar Gehaltseinbußen von bis zu 22.000 USD im Jahr ausgleichen kann. Sport macht also tatsächlich glücklich – vielleicht sogar mehr als Geld

Ist mehr Bewegung gleich besser?

Die Studie zeigte, dass vor allem Leute, die drei bis fünfmal wöchentlich für nur je 45 Minuten trainierten, am glücklichsten waren. Ein Interessantes Ergebnis war, dass die Teilnehmer, die jeden Tag sportlich aktiv sind, genauso oft schlechte Laune haben, wie solche, die gar keinen Sport betreiben.

Als große Einschränkung für die Studie ist vor allem die Tatsache, dass die Forscher nicht nachweisen können, ob die Teilnehmer mehr Sport machen, weil sie glücklich sind oder dass sich die höhere Aktivität tatsächlich positiv auf die das psychische Wohlbefinden auswirkt. Die Beziehung aus Ursache und Wirkung könnte hier in beide Richtungen gehen.